Der erste Schritt - Tea for two
Im alten Japan war es Sitte für Studenten, die Zugang zu einem Mönchskloster suchten, sich zu einer Audienz beim Meister einzufinden. Der Meister, so verlangte es der gängige Brauch, servierte den Tee. Eines Tages erschien ein hochintelligenter und fähiger junger Student zu einer Audienz bei seinem Meister. Sie saßen beieinander und der junge Mann erzählte begeistert von seinem Wissen und seinen Leistungen. Als der Meister ihm Tee anbot, willigte er ein und fuhr ohne Unterbrechung mit seinen Erzählungen fort. Plötzlich sprang er auf, zutiefst erschrocken vom überschwappenden Tee, der den Tisch überflutete und auf seine Beine tropfte. "Aber Meister, die Teetasse ist randvoll!" rief er. Der Meister jedoch goss weiter ein, der Tee lief über Tisch und Boden. "So bist auch du", antwortete der Meister. "Komm bitte dann zu mir, wenn du leer bist und meine Lehren eher gebrauchen kannst." | ![]() |
Der Zustand, für alles offen zu sein, nennen die Zen-Mönche "Den Geist des Neulings". Ein Geisteszustand also, in dem man Dinge mit Unschuld und Bewunderung betrachtet, etwa wie ein kleines Kind.
Um Lernen zu können, muss man sich erst öffnen!
